Dosierbandwaagen und Kontrollbandwaagen unterscheiden sich in der Steuerung. Kontrollbandwaagen erfassen lediglich den Mengendurchsatz, während Dosierbandwaagen den Mengendurchsatz entsprechend dem vorgegebenen Sollwert regeln.
Dosierbandwaagen werden zur kontinuierlichen, gravimetrischen Dosierung von Schüttgütern eingesetzt, Die robuste Konstruktion in Modulbauweise ermöglicht das einfache Anpassen an spezifische Problemlösungen. Der Bandantrieb erfolgt in der Regel durch einen Getriebemotor, der Arbeitsbereich liegt bei 1:10 (1:100). Durch Verwiegung des Produktes auf dem Band und gleichzeitiger Regelung der Bandgeschwindigkeit wird ein konstanter Materialfluss gewährleistet.
Die Dosiergenauigkeit ist besser als ±1% im gesamten Einstellbereich bei einer Messzeit von 60sec.
Leistungstabelle "Dosierbandwaagen"
Typ
v (Bandgeschw.)
b (Bandbreite)
Nmax. (Volumen)
Nmax. (g=0,5 kg/dm3)
KDA-Z/280
20 cm/s
150 mm
4.000 dm3/h
2.000 kg/h
KDA-Z/380
20 cm/s
250 mm
10.000 dm3/h
5.000 kg/h
KDA-Z/400
20 cm/s
250 mm
10.000 dm3/h
5.000 kg/h
KDA-Z/650
20 cm/s
470 mm
40.000 dm3/h
20.000 kg/h
KDA-Z/850
20 cm/s
650 mm
64.000 dm3/h
32.000 kg/h
KDA-Z/1100
20 cm/s
800 mm
86.000 dm3/h
43.000 kg/h
KDA-Z/1500
20 cm/s
1.200 mm
144.000 dm3/h
72.000 kg/h
N) Dosierleistung v) Bandgeschwindigkeit b) Bandbreite (Nutzbreite) g) Schüttgewicht
Funktionsweise
Bei Bandwaagen wird das Produkt einem Förderband zugeführt und zur Abwurfstelle gefördert. Der Massenstrom des Produktes wird durch einen DMS Aufnehmer über einer definierten Messstrecke auf dem Band erfasst. Die Regelung erfolgt über die Bandgeschwindigkeit durch Änderung der Motordrehzahl.
Die Dosierbandwaagensteuerung besteht aus zwei Regelkreisen, einem volumetrischen und einem gravimetrischen.
Ein erster Regelkreis steuert die Geschwindigkeit der Bandwaage. Proportional zum Sollwert wird die Drehzahl des Motors geregelt. Für die Geschwindigkeitserfassung ist am Motor ein Tachogenerator angebaut. Die Motorsteuerung vergleicht die Tachospannung mit dem Sollwert und steuert den Motor entsprechend an.
Ein zweiter Regelkreis erfasst die reale Dosierleistung (Bandgeschwindigkeit x Gewicht). Die ermittelte Dosierleistung wird am Regler mit dem Sollwert verglichen. Die Differenz wird als Regelgröße an die Motorsteuerung zur Korrektur der Bandgeschwindigkeit weitergeleitet. Beim Start der Bandwaage ist zuerst der erste Regelkreis (volumetrischer Betrieb) aktiv. Einige Sekunden verzögert übernimmt der zweite Regelkreis die gravimetrische Regelung.
Aufgrund der mechanischen Konstruktion einer Bandwaage ist der Einsatz bei hohen Genauigkeitsanforderungen erst ab etwa 100kg/h sinnvoll. Bandwaagen werden vorzugsweise für grobstückige, granulierte, fließfähige, spröde und nicht schießende Produkte verwendet.
Bandwaagen bringen in der spezifischen Anwendung folgende Vorteile:
hohe Dosierleistung
keine mechanische Beeinflussung des Produktes
geringe Bauhöhe
kontinuierlicher Abzug des Produktes aus beliebig großen Vorlagesilos
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